Die bekannte Journalistin berichtet von ihren langjährigen Erfahrungen als Korrespondentin aus dem Politikalltag in Bundesbern. Ein Seitenblick in die jüngeren politischen Verhältnisse der USA – wo sie sich ebenfalls gut auskennt – kann auch nicht fehlen.
Schwerpunkt der Ausführungen von Frau Imboden wird jedoch das Spannungsfeld der politischen Lobbyarbeit in der Schweiz sein. Viele Mitglieder des eidgenössischen Parlaments kombinieren im Milizsystem berufliche Mandate mit politischen Ämtern. Interessenvertretung macht zwar in der Demokratie durchaus Sinn, muss aber von Transparenz begleitet sein. Die Schweiz kennt jedoch keine stringente Regelung des politischen Lobbyings. Vieles bleibt verborgen, was in der Gesellschaft das Vertrauen in die demokratischen Prozesse und in die staatlichen Institutionen untergräbt. Weil eine unabhängige Kontrolle fehlt, arbeitet der gemeinnützige Verein Lobbywatch seit 2014 intensiv, um diese Lücke zu schliessen. Von Journalisten gegründet, hat die Organisation dank Recherchen und Hartnäckigkeit viel Transparenz in die Schweizer Politik gebracht. Priscilla Imboden ist Co-Präsidentin von Lobbywatch.
Priscilla Imboden, im Wallis geboren und in Bern aufgewachsen, und schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin. In Freiburg und Genf hat sie Wirtschaftswissenschaften studiert und startete als Journalistin bei Cash. Ab 2004 arbeitete sie 17 Jahre lang als Wirtschafts- und Bundeshausredaktorin für Radio SRF, davon 4 Jahre als USA-Korrespondentin. Seit 2021 recherchiert und berichtet sie fundiert und pointiert in unterschiedlichen Formaten aus dem Bundeshaus für das online-Magazin Republik.
Termine
Di, 23.02.2027 | 19:30 - 21:30 UhrOrt:
Bildungszentrum Zofingen
Strengelbacherstrasse 27
4800 Zofingen
26-27-2223