Der Transport auf Strasse oder Schiene kann unter Umständen (zu) lange dauern, Hubschrauber sind teuer, und in Katastrophengebieten funktioniert oft beides nicht. Avientus, ein Spin-off der ETH Zürich, hat eine Antwort darauf: Vollautonome Drohnen, die bis zu 25 kg über 100 km transportieren. Leise, präzise und ohne Personal vor Ort.
Die Technologie dahinter ist so simpel wie clever, ein Starrflügler, der senkrecht startet wie ein Helikopter, dann in effizienten Reiseflug wechselt und die Last autonom absetzt. Keine Landebahn, kein Bedienpersonal, mit Betriebskosten von rund 10 Rappen pro Kilometer.
Dabei verfolgt Avientus bewusst eine Doppelstrategie. Zivile Kunden wie Pharmalogistiker und SAC-Hüttenwarte haben ebenso Interesse bekundet wie europäische Verteidigungsministerien. Was im anspruchsvollen Verteidigungsumfeld zuverlässig funktioniert, schafft auch im kommerziellen Markt Vertrauen und umgekehrt.
Seit der Gründung 2024, hat das Team bereits erste Systeme verkauft, Pilotprojekte lanciert und internationale Aufmerksamkeit geweckt. CTO Alex Hönger gibt einen ehrlichen Einblick in Technologie, Strategie und die realen Hürden auf dem Weg zur autonomen Drohnenlogistik aus der Schweiz.
Alex Hönger ist Mitgründer und CTO von Avientus AG, einem Spin-off der ETH Zürich für autonome Logistikdrohnen. Der Robotik-Ingenieur schrieb seine Masterarbeit über Pfadplanung für Starrflügeldrohnen und arbeitete danach in der Industrie an autonomen Robotern. Was als Kindheitsleidenschaft für Modellflugzeuge begann, ist heute sein Beruf: Bei Avientus trägt er die technische Verantwortung - von der Flugsteuerung über autonome Navigation bis zur Serienfertigung.
Termine
Do, 29.04.2027 | 19:30 - 20:30 UhrOrt:
Bildungszentrum Zofingen
Strengelbacherstrasse 27
4800 Zofingen
26-27-2429