Wir wissen, dass wir sterblich sind und doch leben wir meist, als beträfe uns diese Einsicht nicht unmittelbar.
Der griechische Philosoph Epikur formulierte es radikal nüchtern:
«Das schauerlichste Übel also, der Tod, geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr.»
Ist damit alles gesagt? Kaum. Denn wir fürchten nicht nur den Moment des Todes, sondern das Ende unserer Geschichte, den Verlust von Beziehungen, Möglichkeiten und Bedeutung. Zwischen rationaler Einsicht und existenzieller Betroffenheit entsteht ein Spannungsfeld, das uns ein Leben lang begleitet.
An vier Abenden erkunden wir verschiedene philosophische Antworten auf diese Grundfrage: Wie lässt sich mit der eigenen Sterblichkeit leben?
Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist immer auch eine Auseinandersetzung mit dem Leben. Wer sich der eigenen Endlichkeit stellt, gewinnt vielleicht keine Sicherheit, aber möglicherweise mehr Tiefe, Freiheit und Gegenwärtigkeit.
Dr. Riccardo Bonfranchi, Jahrgang 1950, Studium der Psychologie und Heilpädagogik in jüngeren Jahren. Studium der Philosophie in älteren Jahren an der Uni Zürich. Erwachsenenbildner (www.bonfranchi.info).
Termine
Do, 29.10.2026 | 19:00 - 20:30 UhrDo, 05.11.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr
Do, 12.11.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr
Do, 19.11.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr
Ort:
noch nicht bestimmt
Gartenschulhaus, Bezirksschule Bremgarten
Gartenstrasse
5620 Bremgarten
26-27-104
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