Frieden in friedlosen Zeiten

Schritte hin auf einen nachhaltigen Frieden
Donnerstag
05
September '24
Gesellschaft, Politik, Geschichte
Musik, Literatur, Kunst, Philosophie
Bildung, Erziehung, Lebenshilfe

Ort:
Zofingen

Leitung:
An den ökumensichen Septembervorträgen vom 5. / 19. / 26. September 2024 setzen sich verschiedene Referenten umfassend mit dem Thema Frieden auseinander.

5. September, ab 19.30 Uhr Apéro, Vortrag 20 Uhr

Frieden stiften – nur ein frommer Wunsch? Zum Umgang mit Gewalt in Theologie und Kirche

Sachlich betrachtet ist in den biblischen Texten mehr von Krieg und Gewalt als von Frieden die Rede. Darauf reagieren die Friedenssehnsucht und -forderungen. Frieden beschreibt nicht die Welt, wie sie ist, sondern protestiert gegen die Welt, wie sie nicht sein soll. Über Frieden nachzudenken bedeutet, den Ambivalenzen der menschlichen Wirklichkeit nüchtern ins Auge zu sehen.

Prof. Dr. Frank Mathwig, Beauftragter für Theologie und Ethik bei der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) und Titularprofessor für Ethik an der Theologischen Fakultät der Universität Bern.

19. September, ab 19.30 Uhr Apéro, Vortrag 20 Uhr

Die Eidgenossenschaft – Friedensinsel und Friedensstifterin im Lauf der Jahrhunderte?

Wir sind es seit den beiden Weltkriegen gewohnt, die Schweiz als Hort des Friedens zu betrachten, auch dank Institutionen wie dem IKRK. In einer langen Betrachtung gehören aber gewaltsame Konflikte zum Wesen der Eidgenossenschaft, und die Unversehrtheit erweist sich nicht nur als eigenes Verdienst. Was folgt daraus für die Rolle der Schweiz in heutigen Konflikten?

Prof. Dr. Thomas Maissen wurde nach Studien in Basel, Rom, Neapel und Paris 1994 promoviert und 2002 in Zürich habilitiert. 2004 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Heidelberg. Er war Fellow u.a. am Basler Forschungskolleg «Legitimität und Religion » (2009–2011). Von 2013 bis 2023 war Maissen beurlaubt und leitet das Deutsche Historische Institut in Paris.

26. September, ab 19.30 Uhr Apéro, Vortrag 20 Uhr

Waffen und Frieden – wie geht das?

Podiumsdiskussion mit Dr. Dieter Baumann, Oberst i Gst, Bern und PD Dr. Christine Schliesser, Fribourg

Frieden schaffen – auch mit Waffen? Wie entwickelte sich das Spannungsfeld zwischen «Gewaltverzicht» und «Staatsverantwortung» in der christlichen Tradition? Welche Impulse bringt das für eine Ethik der «rechtserhaltenden Gewalt» bzw. eines gerechten Friedens heutzutage? Und welche Verantwortung ergibt sich daraus für die Kirchen? Um diese und weitere Fragen wird es auf der Podiumsdiskussion gehen.

PD Dr. Christine Schliesser ist Privatdozentin für Systematische Theologie an der Universität Zürich und Studienleiterin am ökumenischen Zentrum Glaube & Gesellschaft der Universität Fribourg sowie Research Fellow in Studies in Historical Trauma and Transformation an der Universität Stellenbosch, Südafrika. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehört die Friedens- und Versöhnungsforschung. Dabei interessiert sie sich besonders für die Rolle von Religion in sozialen Transformationsprozessen. Christine Schliesser ist zudem Mitglied der Steuerungsgruppe «Pathways to Peace» der CEC zum Ukrainekrieg.

Dr. Dieter Baumann, Oberst i Gst ist Theologe. 2019 erwarb er den Master of Science in National Resource Strategy von der National Defense University, Washington, D.C. Seit 2006 Berufsoffizier der Schweizer Armee in verschieden Funktionen, u.a. als Kommandant einer Kaderschule und einer Rekrutenschule sowie als stellvertretender Verteidigungsattaché in den USA. Aktuell arbeitet er an der Höheren Kaderausbildung der Armee. 2013 Friedensförderungsdienst im Kosovo als Kommandant des Swisscoy Kontingentes 28.

Termine
Do, 05.09.2024 | 20:00 - 21:30 Uhr
Ort:

Kirchgemeindehaus
Hintere Hauptgasse 19
4800 Zofingen

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