Berg-Karabach - langjähriger Konfliktherd im Kaukasus

Ein seit 1918 schwelender Konflikt zwischen Armenien und Aserbeidschan.
Mittwoch
15
März '23
Länder, Menschen, Reisen

Ort:
Muri

Leitung:
André Widmer
Journalist
Das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörende Gebiet Berg-Karabach wird mehrheitlich von Armeniern bewohnt, was bereits zur Zeit der Sowjetunion zu Spannungen führte. Der Journalist und Buchautor, André Widmer hat die Region mehrfach besucht und ist ein profunder Kenner dieser Konfliktzone. Er wird den Kursteilnehmenden viele Informationen zum Konflikt und dem Leiden der betroffenen Menschen näherbringen.

Das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörende Gebiet Berg-Karabach wird mehrheitlich von Armeniern bewohnt, was bereits zur Zeit der Sowjetunion zu Spannungen führte. In der Endphase der Sowjetunion brach der Konflikt ab 1988 erneut aus, was zu einem Krieg zu Beginn der 1990er-Jahre führte, den die Armenier gewannen. 2020 eroberte Aserbaidschan Teile Berg-Karabachs und umliegender, armenisch besetzte Gebiete zurück. Zwischen Armenien und Aserbaidschan ist die Lage weiter instabil, zuletzt kam es im Herbst 2022 zu schweren Kämpfen. Der Konflikt schwelt weiter – mit dramatischen Folgen für die Menschen. Dass die Interessen Russlands, der Türkei und Irans im Südkaukasus zusammenprallen macht die Situation nicht einfacher.

Den nach vier Monaten vereinbarten Waffenstillstand überwacht Russland, die Schutzmacht der Armenier. Auch die Europäische Union unternahm seitdem Anstrengungen, den Konflikt zu lösen. Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Berg-Karabach hat aber auch eine andere Seite. Denn er ist eine jahrzehntealte Auseinandersetzung zweier Ethnien mit gegenseitigen Massakern und Vertreibungen. Seit dem Ende des ersten Krieges 1994 kontrollierten die Armenier nicht nur Berg-Karabach, sondern auch weitere rund 7000 Quadratkilometer Aserbaidschans als Pufferzone rund um das Gebiet. Hunderttausende Aserbaidschaner:innen mussten aus diesen Regionen fliehen. Ganze Landstriche wurden verwüstet und geplündert.

Die jüngste Eskalation zwischen dem 13. und 15. September 2022– beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, Auslöser dafür gewesen zu sein – forderte nach offiziellen Angaben rund 350 Tote, alleine 280 auf armenischer Seite.

Aserbaidschan geht es um mehr als nur den Rest des noch armenisch bewohnten und durch russische Schutztruppen bewachten Berg-Karabach. Im Süden Armeniens wollen Aserbaidschan sowie sein politischer und wirtschaftlicher Verbündeter Türkei offenbar frühzeitig eine Transportverbindung über armenisches Staatsgebiet in die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan erzwingen – ein Punkt, der im Waffenstillstandsabkommen von 2020 festgehalten ist. Zudem drängen die Aserbaidschaner auf die definitive Festlegung und Anerkennung der aus der Sowjetzeit stammenden Grenzen.

Wichtige Informationen

Es handelt sich um einen Kurs, welcher gemeinsam mit der Volkshochschule Oberes Freiamt in Muri durchgeführt wird. Bitte melden Sie sich direkt bei der VHS Oberes Freiamt Muri online an, siehe Webseite https://www.vhsof.ch/freiamt/details/139635
Termine
Mi, 15.03.2023 | 19:30 - 21:00 Uhr
Ort:

Gebäude Löwen

Pflegi Muri
Marktstrasse 8
5630 Muri

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