Ein Gespräch zu Verletzlichkeit

Dienstag
13
Dezember '22
Musik, Literatur, Kunst, Philosophie
Bildung, Erziehung, Lebenshilfe

Ort:
Aarau

Leitung:
Goran Grubacevic
Kantonsschullehrer
Jonas Krumm
Student
Goran Grubacevic, Dr. phil., Kantonsschullehrer, im Gespräch mit Jonas Krumm, Student. Dostojevskij's Roman 'der Idiot' dient als Ausgangspunkt für eine Unterhaltung zu Verletzlichkeit.

Die drei Figuren aus Dostojewskijs Roman «Der Idiot», Fürst Myschkin, Nastasja und Aglaja in ihrer Verletzlichkeit, sind der Ausgangspunkt dieses philosophischen Gesprächs. Der naive Fürst Myschkin ist die Hauptfigur in diesem Roman aus dem Jahr 1868. Er ist nicht fähig die Menschen richtig einzuschätzen und wird immer wieder mit Intrigen konfrontiert, an denen er schließlich zerbricht. Myschkin stellt ein ganz besonderes Gedankenexperiment von Dostojevskij dar: Wie ist ein Mensch, der ganz von sich alleine aus gut ist, nicht trotz oder gegen die Welt, die ihn umgibt? Der Fürst scheint gewissermassen unabhängig zu sein von den üblichen Anerkennungs - und Statusspielchen, die unser gesellschaftliches Leben und unsere soziale Identität bestimmen. So eine Figur wie Dostojevskijs Fürst Myschkin ist auch nicht ganz inkarniert, nicht ganz in einem begehrenden Leib vollständig auf der Welt angekommen.

Dieses eigenartige begehrenslose Wesen, das in seiner totalen Gutmütigkeit fast unverletzbar scheint, bewirkt aber paradoxerweise nicht das Gute, so endet der Roman über einen hoffnungsvollen Gutmenschen in einer Katastrophe. Im offenen Gespräch mit dem Publikum möchten wir uns mit Verletzlichkeit auseinandersetzen, uns Fragen zur Bedeutung des Begriffs stellen, aber auch ihre Rolle im menschlichen Selbstverständnis ansprechen.

Termine
Di, 13.12.2022 | 18:30 - 20:00 Uhr
Ort:

Pflegeheim Herosé
Effingerweg 9
5000 Aarau

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Kursnummer

22-P2-345

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